Die Erscheinungen von Ezquioga

Ab dem 30. Juni 1931 erschien die Heiligste Jungfrau Maria während drei Jahren mehreren Kindern. Sie erschien am Abhang eines Berges in Ezquioga, das auch Ezkío genannt wird und in der Nähe von Zumárraga, Guipúzcoa, Spanien, liegt. Die ersten waren die elfjährige Antonia Bereciartu und ihr siebenjähriger Bruder Andreas; und dann kamen andere dazu, sodass es schließlich mehrere Dutzend Seher gab. Die meisten waren sympathische Landleute mit guten Sitten, einer demütigen und untergebenen Gemütsart, man konnte gut mit ihnen umgehen und sie hatten keine Menschenfurcht, kurzum, es handelt sich um völlig normale Personen.

Es fanden sich sehr viele Gläubige ein und so waren es am 4. Juli bereits mehr als 500 Personen, die sich mit mehreren Priestern auf dem ebenen Gelände versammelten, um den Rosenkranz zu beten, und an den darauffolgenden Tagen waren es mehr als vierzigtausend.

Wie es normal ist, gab es bald Leute, die beunruhigt waren, weil sich so viele Leute versammelten: es waren die Gottlosen und die Feinde des Übernatürlichen, denn sie wollten sich gegen jene religiösen Massenversammlungen auflehnen, indem sie diese als lächerlich bezeichneten, und auch als Betrügereien und Geschäfte für Leute, die andere ausnutzen, und für Politiker mit verschiedenen Bestrebungen, weil sie mit ihren Interessen nicht in Einklang standen; das war die Ansicht der baskischen Nationalisten und der regierenden Republikaner.

Der Bischof war in Frankreich verbannt, weil er die republikanische Regierungsform ablehnte, und natürlich störte es die republikanische Regierung in Madrid, dass sich jene Menschenmenge versammelte, und daher begann diese Regierung bei solchen Handlungen Hindernisse in den Weg zu legen und sie mit allen in ihrer Reichweite liegenden Mittel herabzuwürdigen und in Verruf zu bringen, und die kirchlichen Obrigkeiten dafür verantwortlich zu machen, dass jene Massenversammlungen gefördert wurden, durch die man sich scheinbar gegen die Republikaner stellte, welche die Religion verfolgten, indem sie Kirchen und Klöster in Brand steckten, wie es vor einigen Monaten geschehen war.

Es gab wohl Besprechungen zwischen beiden Amtsgewalten, der bürgerlichen und der kirchlichen, und aufgrund der Kompromissbereitschaft waren einige Zugeständnisse seitens der Diözese erforderlich … Einige Zeit später kam die Verurteilung der Erscheinungen seitens der Obrigkeiten der Kurie von Vitoria. Wie es gewöhnlich geschieht, wurden sie lächerlich gemacht und verflucht, und in der arrogantesten ‚Vergessenheit’ begraben. In den Informations- und Kommunikationsmitteln (Zeitungen, Zeitschriften und amtlichen Berichten) wurden die Tatsachen verfälscht, wie es häufig geschieht, und man sprach von „Betrug und Hinterlist“, und natürlich verschwiegen sie, was sie nicht interessierte.

Der spanische Regierungschef Manuel Azaña, ein Freimaurer mit verwurzelter kommunistischer Denkart, meinte, dass Ezquioga zu einem weiteren Covadonga oder zu einem weiteren ‚Dos de Mayo’ werden könnte, das heißt, dass es zu einem Wiederaufleben des Katholizismus kommen könnte, denn unzweifelhaft wird bei den Erscheinungen in Ezquioga vielsagend über die Bedürfnisse der Seele des Christen gesprochen, wie auch über das Bestehen des übernatürlichen Lebens und der Verbindung zwischen Himmel und Erde, was das herrschende Regime leugnet und lächerlich macht. Was würde man sagen, wenn die spanischen Republikaner es dulden würden, dass die heiligen Erscheinungen verteidigt werden? Deshalb erfand Azaña den Satz: ‚Man muss allem, was Ezquioga betrifft, ein Ende setzen’, einen Satz, den seine Untergebenen, die aus dem republikanischen Regime Nutzen ziehen wollen, wiederholt und angewandt haben. Diejenigen, die um jeden Preis gegen die Erscheinungen Seiner Mutter Maßnahmen treffen wollen, sind also Feinde Gottes. Das ist die Erklärung dafür, dass man eine Verfolgung gegen solche übernatürliche Ereignisse entfesselt. Ebenso wurden die Erscheinungen in El Palmar von den Freimaurern arg bekämpft, denn durch diese Erscheinungen wurde die heilige Tradition verteidigt und der zerstörerische Progressismus der Feinde, die sich in die Kirche eingeschleust hatten, wurde enthüllt.

Azaña war derjenige, der die Pläne der freimaurerischen Feinde der Erscheinungen in Ezquioga unterstützte und befahl, diesen Geschehnissen ein Ende zu setzen. Er erlaubte dem verbannten Prälaten Múgica in seine Diözese zurückzukehren, obwohl man nicht weiß unter welchen Bedingungen, aber es ist Tatsache, dass seit dem Jahr 1933, in dem Herr Múgica wieder in seinen Palast in Vitoria einzog, dieser unablässig strenge und außergewöhnliche Maßnahmen gegen Ezquioga traf.

Diejenigen, die diese Verwirrung ausnutzten, die Feinde des Übernatürlichen und die politischen Verwicklungen brachten diese Ereignisse in Verruf und machten sie lächerlich, obwohl es viele wichtige Umstände gab, die von ihrer Übernatürlichkeit zeugten. Es spielte keine Rolle, dass mehrere ehrenhafte Personen wegen solcher Beschlüsse litten und ungerecht behandelt wurden, oder dass unschuldigen Kindern auf unglaubliche und beschämende Weise Zwang auferlegt wurde, wodurch die grundlegenden Menschenrechte verletzt wurden. Man ernannte keine Kommissionen, man forschte nicht nach, die Obrigkeit handelte nicht offiziell, wie es im Kirchenrecht angeordnet war, um die Wahrheit oder den Betrug aufzudecken; kurz und gut, man wollte die Wahrheit vertuschen, obwohl sie dann Jahre später ans Licht kommen musste.

Zu Beginn der Erscheinungen beauftragte die Regierung von Madrid den berühmtesten Arzt von Spanien, Dr. Gregor Marañón, die Ereignisse in Ezquioga zu prüfen, und als er diese aufmerksam beobachtet hatte, gab er dieses Gutachten ab: „Ich habe unparteiisch untersucht, was hier geschieht, und kann bestätigen, dass wir Ärzte hier nichts ausrichten können, weil die Phänomene, die es an den Sehern gab, nicht zur pathologischen Wissenschaft gehören. Sie betreffen andere Untersuchungen, für die ich nicht zuständig bin. Die Zuständigen sollen kommen und sehen, ob sie die Lösung finden.“ Viele andere Ärzte sagten ebenfalls, „dass die Wissenschaft keine zufriedenstellende Erklärung für diese Phänomene finde, weil die Ekstasen übernatürlich waren und die Wissenschaft sie nicht erklären konnte, da sie nicht zur Naturwissenschaft gehören.“

Es gab andere interessante Zeugnisse; eines war das Zeugnis des Kardinals Friedrich Tedeschini, der damals Apostolischer Nuntius in Spanien war und 1932 sagte: „Gemäß den Angaben, die ich von den Ereignissen in Ezquioga habe, kommt es vom Himmel.“ Und der heilige Märtyrer Manuel Irurita Almandoz, Bischof von Barcelona, sagte: „Ohne durch ein leichtfertiges Urteil zu sündigen, kann man nicht leugnen, dass es an den Ereignissen in Ezquioga etwas Übernatürliches gibt“; und er fügte hinzu, dass er an Ezquioga glaube, dass er privat dafür arbeite und dass er, wenn er Bischof von Vitoria wäre, es offen tun würde. Ein bekannter Priester aus Guipúzcoa sagte: „Man kann nicht daran zweifeln, dass wir überaus erhabene Augenblicke durchleben, in denen man nicht weiß, worüber man sich mehr wundern soll: über die Vorliebe Gottes, der dem armseligen Sterblichen näher ist denn je (bei den heiligen Erscheinungen in Ezquioga) oder über die unbegreifliche Verblendung des Menschen, der die Augen vor so vielen Erleuchtungen hartnäckig verschließen will.“

Die Anzahl der Seher war wirklich erstaunlich und ungewöhnlich. Etwa 25 von beiden Geschlechtern wurden durch zuverlässige Untersuchungen als echte Seher betrachtet. Am Ende der Verfolgungen und Verirrungen wurden die meisten von ihnen schwach, weil sie keinen Seelenführer hatten und nicht den Gnaden entsprachen, und es blieben nur 4 oder 5 wahre Seher und mehrere andere, die zweifelhaft waren. Zu den Hauptsehern kann man zählen: die Kinder Andreas und Antonia Bereciartu, die 9 bzw. 12 Jahre alt waren und die ersten Seher waren. Benita Aguirre de Legazpia, die zu Beginn der Erscheinungen neun Jahre alt war, starb mit dreizehn Jahren und ist diejenige, die hinsichtlich der Offenbarung für die Zukunft vielleicht die meisten Gnaden empfing. Sie wurde von den Hierarchien schwer verfolgt und man drohte ihr sogar mit der Exkommunikation und dem Entzug der Sakramente, wenn sie nicht Widerruf leiste und die Erscheinungen leugne. Der zwanzigjährige Bruder Cruz Lete de Ibasondo, der 1933 bei den Brüdern vom heiligen Johannes von Gott im Ruf der Heiligkeit starb, hatte Visionen und Offenbarungen, und man fragte sich: „Wie konnte er in seiner blühenden Jugend ein so vergnügliches Leben gegen ein dem Dienst Gottes geweihtes Leben tauschen?, um zu antworten: „Es war die Heiligste Jungfrau, als Sie auf dem Berg von Ezquioga dieser Seele erschien.“

Allen diesen Sehern wurde irgendeine außerordentliche Gnade zuteil: Visionen, Ekstasen, äußerliche Wundmale, Heilungen und dergleichen, und auch einige Prophezeiungen, die bereits in Erfüllung gingen, und viele andere, die sich noch erfüllen werden. Mit zweien von den bedeutendsten Prophezeiungen hatte hauptsächlich der Generalvikar Dr. Echeguren zu tun; er war einer der größten Gegner und war daher verantwortlich, dass diese ersten Offenbarungen fruchtlos blieben, denn man achtete nicht darauf und sorgte nicht dafür, dass sie geistigen Nutzen brachten. Nun gut, zwei von den Seherinnen kündigten seinen baldigen tragischen Tod an und setzten ihn davon in Kenntnis. Tatsächlich starb er bei einem Autounfall, als er Bischof von Oviedo war. Dem Bischof von Vitoria wurde prophezeit, „dass er von seinem Bischofssitz verbannt und ganz verlassen sterben würde“. Dieser Bischof Matthäus Múgica wurde genötigt das Bischofsamt in seiner Diözese aufzugeben und er starb blind. Er war derjenige, der die am weitesten verbreitete Schmähschrift gegen Ezquioga veröffentlichte und beschloss, ohne ernsthafte Nachforschung, ohne ausreichende Beweise und ohne die Seher anzuhören, alles dem Teufel oder einer anderen nicht übernatürlichen Ursache zuzuschreiben. Ezquioga wurde anfangs von Politikern verfolgt, danach von Regierenden, anschließend von Geistlichen und schließlich von ihnen allen zusammen. Der Bischof Matthäus Múgica war einer von den zwei Bischöfen, die sich dem heiligen Franziskus Franco widersetzten, als die anderen spanischen Bischöfe dem Spanischen Bürgerkrieg den Titel „Heiliger Kreuzzug zur Befreiung der Nation“ verliehen; und er schrieb dem heiligen Papst Pius XI., indem er ihn anstiftete, die Franco-Bewegung zu verurteilen.

Der heilige Papst Gregor XVII. hat – wie ihr in seinem Vierundvierzigsten Dokument lesen könnt –, die Erscheinungen in Ezquioga gutgeheißen, und ganz besonders die schönen Botschaften, die von den heiligen Kreuzträgern, vom Großen Papst und vom Großen Monarchen handeln, „weil sie zu den Karmelitern vom Heiligen Antlitz oder heiligen Kreuzträgern von El Palmar in inniger Beziehung stehen. Wir glauben fest, dass die heiligen Erscheinungen in Ezquioga die Vorbereitung für die heiligen Erscheinungen Unserer Gekrönten Mutter von El Palmar sind … Die Heiligste Jungfrau Maria zeigte sich bei Ihren Erscheinungen in Ezquioga meistens als Unsere Schmerzensmutter, wenn Sie auch gelegentlich unter anderen Titeln erschien.”

Von den Ereignissen in Ezquioga können wir nur einige kurz gefasste sinnbildliche Angaben machen. Wir lenken die Aufmerksamkeit ausschließlich auf eine Seherin, nämlich auf das Mädchen Benita Aguirre, das damals elf Jahre alt war. Die ihr gegebenen Botschaften beziehen sich auf eine dreijährige Hungersnot, die Entstehung des Reiches des Antichrist, auf Christenverfolgungen, den Weltkrieg, die Pest, auf Orkane, auf die dreitägige Finsternis. Die Seher von Ezquioga wurden berühmt, da sie versicherten, dass die Heiligste Jungfrau ihnen gesagt hatte, dass es in Spanien zu einem Bürgerkrieg kommen würde (1936-1939), und dass diesen Krieg die Nationalpartei gewinnen würde. Aber ihre prophetischen Botschaften hatten noch viel größere Auswirkungen.

In den Botschaften von Benita Aguirre ist die Rede vom Ende der Zeiten, von einer blutigen Revolution in Europa, die in Italien beginnt und sich auf andere Länder wie Spanien ausdehnt, vom Zusammenbruch der kurzen tyrannischen Regierung in Spanien, vom Auftauchen einer unheilvollen Persönlichkeit, von der viele Propheten sprechen und die alle als Antichrist identifizieren, von der Verfolgung der Christen, die genötigt sind in die Wüste zu fliehen um ihren Glauben zu bewahren, wobei sie ein wahres Martyrium erleiden, vom Auftreten einer anderen Persönlichkeit, die viele als „der Große Monarch“ identifizieren, und von einem neuen und einzigen geistlichen Orden sowie von der Gründung eines Ordens, der als „die Kreuzträger“ bezeichnet wird; dieser Orden wird die mohammedanische Sekte (den Islam) zunichte machen und wird andere Sekten, Irrlehrer und Tyrannen zum Verschwinden bringen.

Botschaften an Benita Aguirre, Seherin von Ezquioga: „Wenn die Strafen vorüber sind, wird es einen einzigen geistlichen Orden geben und er wird Orden der Kreuzträger genannt werden … Ihr sollt wissen, dass ein König (der Große Monarch) gerecht herrschen wird, und seine Gesandten werden rechtschaffen herrschen.“ Es ist bemerkenswert, dass Benita Aguirre Botschaften erhalten hat, die den Botschaften anderer katholischer Seher sehr ähnlich sind. Es ist ein klarer Beweis, der mehr als einen zum Nachdenken veranlassen sollte. Die Heiligste Jungfrau sagte 1932 zu ihr: „Betet viel, tut Buße und bringt Opfer. Wenn ihr das nicht tut, werden schreckliche Strafen hereinbrechen und ein Drittel der Menschheit wird sterben. Nur wenige Familien werden dann vollständig bleiben. Alle werden trauern müssen. Das Ende der Welt ist nahe. Wenn sich die Frauen wegen ihrer Art sich zu kleiden nicht von den Männern unterscheiden, dann sollt ihr denken, dass das Ende der Welt bevorsteht. Die Jahre vergehen wie im Fluge und wenige denken an den Tod.“

Erklärungen von Benita Aguirre:

„Sie sagte mir, dass die Kommunisten bald in Spanien eindringen werden; dass sie begonnen haben Übeltaten zu begehen, und dass viele, da sie verblendet sind, nicht bemerken, dass durch den Kommunismus die Strafe kommen wird; und dass aus dem Heiligsten Herzen Jesu Tag und Nacht eine Quelle von Gnaden strömt, die sich über die Seinen ergießen, aber wir sollen danach trachten ihnen zu entsprechen und Er wird uns dafür belohnen.“

„Sie versicherte, dass bald die Kirchen geschlossen werden und dass als erste die Kirchen in Katalonien geschlossen werden, das der Ort sein wird, wo die meisten Barbareien gegen die Religion begangen werden, obwohl Sie dort drei Schätze hat, nämlich drei Seelen, die Sie innig lieben; und dass sich diese drei Jesus als Opfer angeboten haben und Katalonien wegen dieser drei Seelen weniger bestraft wird, als es verdient. Zum Schluss sagte Sie mir, dass wir in unserem Herzen die Waffen vorbereiten sollen, mit denen wir künftig die Religion verteidigen sollen.“ Daran sieht man, wie durch die Gebete von drei Seelen, die Gott innig lieben, das ganze Volk vor der Strafe bewahrt bleiben kann.

„Sie sagte zu mir, dass wir, die wir zu Jesus gehören, darum bitten sollen, dass viele von denen, die aufgrund ihrer Verfassung Gefahr laufen, der Verdammnis anheimzufallen, das Heil erlangen, und dass unsere inständigen Bitten besonders jetzt erhört werden; und Sie sagte, dass fast alle Katholiken (die wahren) außerhalb von Spanien sein werden, wenn die Hungersnot kommt, weil uns Jesus vor den meisten Strafen bewahren möchte, und zwar wegen der Gebete, die auf dem Berg der Erscheinungen verrichtet wurden und erhört worden sind.“

„Danach erschien das Jesuskind und sagte zu mir, ich solle Papier und einen Bleistift bringen und die folgende Botschaft aufschreiben: ‚Euer Jesus ruft euch. Eilt zu Ihm. Ich möchte euch allen sagen, Meine Kinder, dass ihr in sehr schlechten Zeiten lebt und überlegen sollt, was ihr Mir vorzulegen habt. Ihr sagt, ihr würdet Mir gehören, und lasst in euren Herzen den Teufel herrschen? … Nein, liebe Kinder, das kann Ich nicht zulassen … Bald werden diese Kinos und Theater, die ihr täglich aufsucht, verschwunden sein … Und ihr, Meine Apostel, warum habt ihr es unterlassen mit gutem Beispiel voranzugehen? Das darf nicht so sein, liebe Kinder. Habe Ich euch etwa so belehrt, oder wollt ihr anders handeln, als Ich euch gelehrt habe? Viele von euch sind verblendet und ihr wollt euch unbekümmert an den weltlichen Vergnügungen erfreuen …; viele von euch sind nicht Meine wahren Apostel, und keiner von euch, der sich unbekümmert an den weltlichen Vergnügungen erfreut, ist Meinem Himmlischen Vater wohlgefällig. Ich werde euch eines Tages für all dies zur Rechenschaft ziehen.’“

„Danach fügte die Heiligste Jungfrau Folgendes hinzu: ‚Eure Mutter, die euch innig liebt, ruft euch, von Herzen geliebte Kinder. Ich möchte euch allen sagen, dass ihr wie folgsame Schafe auf den Pfiff des Guten Hirten hören sollt. Aber trennt euch nicht von Ihm, denn wenn ihr in die Irre geht, wird Er nicht kommen um euch zu suchen. Wenn ihr Ihm entgegengeht, wird Er euch liebevoll aufnehmen.’“

Kurz gefasste Angaben von den Botschaften an Benita Aguirre vom Juli und August 1933:

„Sie versicherte, dass wir … wenn wir Katholiken aus Spanien in die Wüste fliehen müssen, einen bedeutenden Mann kennenlernen werden, der, wenn die Strafen vorüber sind, vor den anderen nach Spanien zurückkehren wird, und hier wird er mit den wenigen, die dann übrig geblieben sind, zu arbeiten beginnen, indem er viele bekehren wird.“

„Sie fügte hinzu, dass die Leute allmählich merken, dass wir in schlechten Zeiten leben und dass sie dennoch ihre ruchlosen Sitten beibehalten, und dass dies erst in Ordnung gebracht wird, wenn Jesus einen bedeutenden Mann auf den Thron setzt, den allgemeinen König der ganzen Welt, und dass Er dann auf der Welt regieren wird. Sie sagte, dass dieser König einen Gehilfen haben wird, der durch die Welt ziehen und die Menschen bekehren wird, und dass Er denen, die sich der katholischen Kirche nicht unterordnen wollen, viele Strafen schicken wird, sodass viele ums Leben kommen.“

„Sie wiederholte, dass nach der Herrschaft Jesu in Spanien eine sehr schwere Verfolgung kommen wird, und nach dieser Verfolgung das Ende der Welt. Doch Sie sagte, dass nicht alle sterben werden, sondern dass Gott nach dem Gericht viele Gerechte auf der Welt lassen wird, damit sie Ihn verherrlichen, und dass sie auf der Erde tausend Jahre leben werden, in denen der Friede herrschen wird.“

„Sie fügte hinzu, dass nach der Herrschaft des Herzens Jesu der Antichrist kommen wird, der den Frieden stören wird und durch den die Bösen zu Kräften kommen werden; diese wird Jesus nicht erleuchten, wohl aber die Guten, damit sie den Antichrist erkennen. Und Sie sagte, dass diejenigen, die dann Gott dienen möchten, sich von ihren Familien, Freunden und Bekannten trennen und in die Wüste fliehen müssen.“

„Sie versicherte, dass Gott den Großen Monarchen vorbereitet, der regieren wird, wobei er Demütigungen hinnehmen und Opfer bringen muss; dass der Große Monarch in seiner Jugendzeit ein Sünder war, aber nun viel Gutes tut und die ganze Welt beherrschen wird, die genötigt sein wird dem wahren Gott zu gehorchen und Ihn anzubeten.“

„Sie versicherte, dass der Große Monarch einen sehr guten Gefährten haben wird, der ihm helfen wird die Religion zu verbreiten, … dass wir den Großen Monarchen kennenlernen werden, wenn wir uns in der Wüste befinden, … und dass, solange er den Thron besetzt, Jesus herrschen wird.“

„Sie zeigte mir, dass die Guten nur während der Herrschaft Jesu in Frieden leben werden, dass jedoch die Bösen viel zu leiden haben werden; dass nach dieser Herrschaft die Bösen wieder zu Kräften kommen werden und dann der Antichrist kommen wird, um den Frieden der Guten zu stören. Sie sagte, dass diejenigen von uns, die Gott dienen möchten, in die Wüste fliehen müssen, weil die Menschen sich nicht vertragen werden; und dass nach dieser Verfolgung sehr bald das Gericht kommen wird.“

„Sie wiederholte mir, dass viele Unglücke geschehen sind, weil die Zeit fortschreitet und das Böse zunimmt; dass diejenigen, die Jesus nicht wirklich lieben, bald verwirrt werden, weil sehr bald eine schwere Verfolgung gegen die Katholiken losbrechen wird und diejenigen, die Ihn nicht wirklich lieben, Ihn verleugnen werden, um vor den Strafen, die man denen auferlegen wird, die Ihn nicht verleugnen, bewahrt zu bleiben. Sie sagte, dass viele von denen, die für glaubensstarke Männer gehalten werden, wenn die Zeit kommt, Christus zuliebe das Leben zu geben, Ihn verleugnen werden, weil der Teufel ihnen sehr zusetzen wird; und dass aufgrund der Strafen, die Gott uns schicken wird, sich viele gegen Ihn auflehnen werden.“

„Sie sagte mir von neuem, dass sich die Bösen für den Krieg rüsten, aber Gott den Guten helfen wird; dass wohl viele von ihnen um Seinetwillen ihr Leben hingeben müssen und Er sie belohnen wird; dass dieser Krieg ein Weltkrieg sein wird und die Bösen nicht tun können, was sie wollen, weil Gott über allen steht.“

„Sie sagte zu mir, dass die Wogen der unendlichen Zärtlichkeit in Jesus eingeschlossen sind und Er sie vergießen möchte, dass Er aber wenige Herzen findet, die sie aufnehmen wollen, weil sie durch den Egoismus verengt, durch den Stolz verschlossen und auf sich selbst bezogen sind, und weil sie den Glauben an Seine Liebe entbehren; und dass deshalb Jesus Seine Gerechtigkeit über die Menschen entladen wird, denn es gibt sehr wenige Herzen, die Ihn wirklich lieben.“

„Sie fügte hinzu, dass Jesus es müde wird zu warten; dass unsere Liebe zu Jesus von Dankbarkeit, Einigkeit, Gleichförmigkeit, Vertraulichkeit und Vorliebe erfüllt sein soll, sodass wir nicht müde werden sollen, Ihn immer mehr zu lieben, denn Er liebt uns leidenschaftlich. Sie sagte, dass uns diese Liebe Seine Güte zu eigen macht und Er veranlasst, dass wir Seines Lebens teilhaftig werden, indem wir barmherzige Liebe ausstrahlen; dass Jesus Seine Gnade nicht gibt, wo es Ihm beliebt, sondern wo Er sieht, dass man Ihn wirklich liebt; und dass wir uns in Seiner göttlichen Gegenwart sammeln sollen, indem wir den Blick auf Ihn richten und Ihn demütig bitten.“

Sie sprach von den Kreuzträgern, vom Großen Monarchen, vom Antichrist, und gab Ratschläge:

Am 6. August 1933: „Sie versicherte, dass es nach den Strafen eine einzige Ordensgemeinschaft geben wird, die Orden der Kreuzträger genannt wird und die ganze Welt retten wird, da der wahre Glaube gepredigt wird und die Seelen dafür gewonnen werden. Der Führer dieser Kreuzträger wird ein sehr heiliger Mann sein, der nach seinem Apostolat am Stadtrand von Betlehem gekreuzigt sterben wird. In den Letzten Zeiten wird man sich auf der ganzen Welt mit der gleichen Sprache verständigen.“

„Sie legte mir ans Herz, dass wir demütig sein sollen. Wir verlieren nichts, wenn wir Akte der Demut und des Gehorsams verrichten; ganz im Gegenteil, wir werden alles gewinnen, weil wir Sein Herz gewinnen, und so werden wir Seine Stunde vorrücken. ‚Manche wundern sich, dass Ich für Mein Werk stets die Ärmsten auswähle, diejenigen, die über die wenigsten menschlichen Mittel verfügen; aber das ist normal, damit sich niemand täuscht, indem er sich selbst zuschreibt, was eine göttliche Gabe ist.’“

„Es erschien das Jesuskind und sagte zu mir: ‚Ich möchte einen großen christlichen Kreuzzug starten, der gut aufgefasst und gelebt wird. Ich möchte euch veranlassen nach Meinem Evangelium zu leben und durch Meine Liebe möchte Ich euer Herz für Mich gewinnen. Wenn ihr nicht mehr tut, ist es so, weil ihr Mich nicht genug liebt und euch Meine Güte nicht zu eigen macht; aber wenn ihr Mich nicht so sehr liebt, wie ihr sollt und könnt, ist es so, weil ihr Mich nicht wirklich kennt. Wenn man Mich verstehen will, ist es sehr einfach: Ich mache nichts Neues, sondern wiederhole nur, was ihr bereits wisst, was ihr tun sollt, was Ich euch in Meinem Evangelium erklärt habe, was euch Meine Kirche lehrt. Ich möchte nichts anderes, als euch zu wahren Kindern Meines Himmlischen Vaters zu machen.’ Es fügte hinzu: ‚Ich bin der unendlich Gute, Weise und Allmächtige. Ich liebe euch, denn Ich bin euer Erlöser, euer Herr, euer Gott. Zu Meiner Ehre habe Ich euch erschaffen und von aller Ewigkeit her habe Ich euch mit einer unvergleichlichen Liebe geliebt; und deshalb habe Ich euch mit Barmherzigkeit angezogen. Niemals werdet ihr zu viel Vertrauen auf euren so guten und barmherzigen Gott haben, denn das wahre Vertrauen gründet sich auf die Wahrheit, und diese ewige Wahrheit besteht darin, dass Ich unendlich gut bin. Wenn ihr nach Meinem Evangelium lebt, werden Meine Lehren in euch Frucht bringen, und ihr werdet erkennen, dass ihr, da ihr mehr begünstigt worden seid als viele andere, weil ihr durch Meine Liebe angezogen wurdet, euch auch mehr bemühen sollt, Mir etwas zu geben und es auch für diejenigen zu tun, die nicht anerkennen, dass alles eine Gabe Gottes ist.’“

„Unsere Liebe Frau sagte: ‚Jetzt sieht man die ersten Anzeichen für die Strafen’ und ‚wir erleben sie beinahe.’ Danach fügte Jesus hinzu: ‚Was Mein Herz am meisten verletzt, ist der Umstand, dass sich die Kinder von Mir abwenden, und Ich möchte, dass ihr Mich zu den Kleinen führt, denn die Unschuld ist Mir sehr wohlgefällig, und besonders die Kranken. Diese haben es am nötigsten Mich in Meiner Güte zu kennen. Ich möchte ihnen helfen und sie trösten, wie Ich es in Meinem Leben auf Erden getan habe. Meinem Herzen ist es eigen Gutes zu tun, den Leidenden zu trösten, seine Bitternis zu versüßen und Mich gegenüber denen, die Mich durch das Leiden lieben, großzügig zu zeigen. Es gibt keinen Trost, der mit dem zu vergleichen ist, der die Seele stützt und neuen Mut einflößt, um wie ein Christ mit Glauben und Liebe zu leiden. Helft Mir, zu denen zu gelangen, die Ich so sehr liebe; hinterlasst ihnen als Frucht Meines Besuchs Worte, die ihnen in den Leiden Mut einflößen.’“

„Unser Herr sagte zu mir: ‚Betet viel. Die Gebete Meiner Kirche sind schön und tiefgründig, aber oft verrichtet ihr sie nur oberflächlich. Durch Meine Kirche und ihre Gebete belehre und erleuchte Ich euch. Ich habe das Brot für die Kinder vorbereitet, was kein Hindernis dafür ist, dass ein jeder zu sich nimmt, was seinem Bedürfnis entsprechend zweckmäßig ist. Mein Herz ist groß und gut. Ich möchte zu euren Herzen sprechen und euch zu erkennen geben, wie liebreich und gut Ich in Meiner Barmherzigkeit bin. Wenn du ein Sünder bist, erwartet dich Mein Herz, es verzeiht dir, es opfert sich für dich auf und sagt zum Himmlischen Vater: Verzeihe ihm, weil er Dich nicht kannte, weil er nicht wusste, wie gut Du bist. Und ihr, innig geliebte Kinder, Meine von Herzen geliebten Kinder: Seht, wie die Liebe Mich am Altar gefesselt hat. Dort opfere Ich Mich für euch auf. Für euch erneuere Ich das Opfer auf dem Kalvarienberg, mit all der Liebe des Vaters … Öffnet eure Brust den Wogen der unendlichen Zärtlichkeit, in denen Ich eure Seelen versenken möchte. Seid gut, seid heilig, wie Ich gut und heilig bin.’“

„Jesus sagte zu mir: ‚Meine Liebe zu Meinen kleinen Geschöpfen ist eine von Zärtlichkeit erfüllte Liebe. Seht ihr nicht, dass Ich Mich mit Vorliebe zu den Kleinsten niederbeuge? So hat Maria die sanfte und starke Liebe besungen, und je sanfter sie ist, desto stärker ist sie. So ist die Liebe beschaffen, die Ich auf euch übertragen möchte. Je stärker eure Liebe zu Mir und den Seelen ist, desto zärtlicher und wahrhaftiger wird sie sein – ohne zu befürchten, dass sie nachlässt … Die Liebe ist stark wie der Tod und ihre Zärtlichkeit veranlasst zu allen Heldentaten und Opfern.’“

„Jesus sagte zu mir: ‚Wenn das Herz offen ist, um diese Wogen der Zärtlichkeit aufzunehmen, die Licht Meiner Güte, Meiner barmherzigen Liebe sind, seid ihr dann nicht gerührt, wenn ihr trotz eures Elends Gegenstand derartiger Liebe seid, ein Schauplatz so vieler Wohltaten? Diese Berührung mit Meiner unendlichen Zärtlichkeit, die ihr auch nicht verdient, weil ihr Mir vielleicht soeben untreu gewesen seid, wird in euch die vollkommene Reue bewirken. Dieser Schmerz läutert eure Seele, und er wird euch läutern, damit ihr wachsamer seid, damit ihr inständiger betet und euch Maria anvertraut, damit Sie euch hilft, um nicht wieder zu Fall zu kommen. Kann derjenige, der in seiner Seele die Wogen Meiner Liebe, Meiner unendlichen Zärtlichkeit aufnimmt, es unterlassen alles zu tun, was in seiner Macht steht, um Mir nicht zu missfallen, um Mir nichts zu verweigern? Wird er sich nicht auch von Liebe gegenüber seinem Nächsten überflutet fühlen? Dann wird er seinen Nächsten nicht mehr aufgrund einer natürlichen Neigung lieben, sondern weil er vom Heiligen Geist dazu angeregt wird, durch die wesentliche Liebe, die auf ihn übertragen wird, eine Liebe voller Zärtlichkeit, wodurch diese Seele sich geliebt fühlt.’“

„Die Göttliche Mutter legte Nachdruck darauf, dass Sie möchte: ‚Gebet, viel Gebet, denn durch das Gebet soll die Welt gerettet werden.’ Jesus sagte dann: ‚Ich möchte euch das Geheimnis, Mich zu lieben, offenbaren, das in nichts anderem besteht als euch zu bemühen, Mich hinsichtlich Meiner Güte zu kennen, indem ihr viele Akte des Glaubens verrichtet und somit an diese Güte glaubt, an Meine Liebe, an Meine Barmherzigkeit gegenüber den Demütigen, den Mildtätigen, den Gehorsamen, den Kleinen. Betet, bittet inständig und übergebt euch durch Maria Meiner barmherzigen Liebe. Wenn ihr Mir Zutritt zu euren Seelen gewährt habt, gebt Mir Herzen, die aufgrund der Demut leer, durch die Liebe erweitert, durch den Gehorsam vorbereitet sind; denn die Früchte des eigenen Willens sind Mir nicht wohlgefällig, da es nicht Meine Früchte sind, die Früchte Meines Willens.’“

„Die Jungfrau Maria begann zu sprechen, indem Sie zu mir sagte: ‚Alle schlafen weiter und Jesus wird es müde zu warten’, und Er redete weiter: ‚Seid nicht egoistisch; denkt an diese armen Seelen, die Mich nicht kennen und denen man Mich wie einen unbeugsamen und strengen Herrn darstellt, sodass sie Mich nicht lieben und Mir nicht dienen, es sei denn unter Zwang, und nicht einmal so machen sie es; sie fliehen und haben Angst, sich Mir hinzugeben. Seht eure Mutter. Im Himmel ist Sie nicht untätig, Sie wacht unablässig über euch, indem Sie Ihre Aufgabe als Vermittlerin für die armen Sünder erfüllt. Sie möchte, dass ihr Ihr helft. Übergebt eure Opfer und Akte des Gehorsams durch Maria. Widmet euch durch Maria immer mehr Mir als kleine Diener von Christkönig. Betet viel; bittet auf Fürsprache Mariens, dass der Herr der Ernte Arbeiter schicke. Betet, damit alle verirrten Schafe den Pferch der Kirche finden.’“

„Die Mutter offenbarte mir: ‚Sehr bald werden die Strafen kommen; sagt es in der Öffentlichkeit, damit man sich vorbereitet, obwohl vielleicht die meisten keinen Nutzen daraus ziehen werden.’ Jesus sagte dann: ‚Ihr, Meine Kinder, die ihr an die Erscheinungen eurer Mutter glaubt, sollt ein gutes Beispiel geben, ihr sollt hinsichtlich des Gehorsams und der Demut hervorragen, denn Ich habe sehr Großes mit euch vor. Die Bösen wollen Mich überall ausstoßen und ohne Mich auskommen; ihr die Meinen, sollt Mich stets an erste Stelle setzen. Sie wollen auch eine falsche Freiheit und über die anderen herrschen, um sie noch mehr zu versklaven; doch ihr, die Meinen, sollt eurem Christus untergeben bleiben und ihr werdet von der Sklaverei der Laster und Leidenschaften frei sein, und Ich versichere euch, dass ihr eure Meinungen zur Geltung bringen werdet. Ich möchte euch ein Kreuz geben, denn ohne Kreuz will Ich euch nicht; und ihr sollt durch euer Verhalten zeigen, dass Mein Joch sanft und Meine Bürde leicht ist. Dient Mir leidenschaftlich, mit Freude, Heiligkeit und Liebe.’“

„Jesus sagte zu mir: ‚Ich möchte euch als kleine Dienerinnen von Christkönig. Tiefgründig und vollständig ist die Bezeichnung ‚kleine Diener’. Dies bedeutet die Selbstverleugnung, um nichts anderes als Meinen göttlichen Willen zu erfüllen. Selig, wer das Wort Gottes hört und in die Praxis umsetzt. Ich verspreche euch, Meinen Segen dort auszugießen, wo das Bildnis Meines Herzens öffentlich ausgestellt und verehrt wird. Je mehr ihr euch durch die Reinheit eures Lebens und die Vereinigung mit Mir dem Zustand der Unschuld nähert, desto mehr werdet ihr am wahren Leben teilhaben, das nur in Liebe besteht.’“

„Unsere Liebe Frau erklärte mir: ‚Im Ausland und auch in Spanien haben die Strafen begonnen, obwohl es niemand bemerkt. Bereitet euch vor, denn bald wird die Hungersnot kommen.’ Jesus redete weiter: ‚Ich möchte viele Herzen, die aufgrund der Demut leer und durch die Liebe erweitert sind. Ich möchte Herzen, die nur für Mich schlagen, die Mein Kreuz tragen. Und wisst ihr, wozu Ich diese Herzen möchte? So viel du auch sagst, wirst du es nicht erraten. Ich möchte sie, um darin Meine Schätze zu verwahren; Ich möchte Meine Juwelen hineinlegen. Und weißt du, was diese Juwelen sind? Es sind all die Gnaden, die Ich über der Erde vergießen möchte, und Ich finde wenige Herzen, die Mich annehmen, und Ich bediene Mich dieser um sie hineinzulegen.’“

Bis zu einem neuen Hinweis spricht in den folgenden Visionen die Jungfrau Maria zuerst über besondere Angelegenheiten zu ihr, und dann spricht Jesus weiter und erteilt zum Schluss den Segen. Sie spricht so: „Italien, das mit dem Blut so vieler Märtyrer besprengt wurde, ist die Sklavin einer teuflischen Volksherrschaft, die dazu gelangt ist, sich als Ratgeberin der Macht aufzuwerfen; und das arme Spanien, das Stück für Stück durch das Kreuz erobert wurde, hat sich in ein Volk von Unterjochten verwandelt, das dem Abgrund zueilt und kämpft um mit seinen Traditionen und seiner Geschichte zu brechen und seiner eigenen Wesensart zuwider handelt. O heilige Kreuzträger!, ihr werdet die verfluchte mohammedanische Sekte zunichte machen; ihr werdet allen Arten von Ketzern und Sekten auf der Welt ein Ende setzen und werdet den Niedergang aller Tyrannen herbeiführen; ihr werdet durch den immerwährenden Frieden dem ganzen Erdenrund Ruhe verschaffen; ihr werdet veranlassen, dass alle Menschen heilig werden, ob sie wollen oder nicht. O heilige Menschen, o von der Heiligsten Dreifaltigkeit Gesegnete! Der Gründer wird der große Führer der heiligen Menschen sein, die heilige Kreuzträger Jesu Christi genannt werden. Sie werden sowohl im Zeitlichen als auch im Geistlichen die Herrschaft über die ganze Welt erlangen. Diese Diener Gottes werden die Welt säubern, indem sie unzählige Aufständische töten werden. Der Führer und Gründer dieses Heeres wird der große Reformer der Kirche Gottes sein.“

Die Heiligste Jungfrau fügte hinzu. „Die Lasterhaftigkeit in der Welt ist so groß, dass Ich den Arm Meines beleidigten Sohnes nicht zurückhalten kann, vor allem wegen der Gotteslästerung, der Entweihung der heiligen Tage, der Unsittlichkeit, weil man es unterlässt zu beten oder beim Gebet nachlässig ist und auf Gott vergisst. Wegen so vieler Verbrechen und um Mir zu helfen den Arm Meines Sohnes zurückzuhalten, werden die Meinen ziemlich viel leiden müssen.“ Danach redete Jesus weiter: „Oh, ihr höchst Undankbaren!, ihr beleidigt Mich fortwährend und Ich erlange von Meinem Vater die Verzeihung, aber es ist bereits die Zeit gekommen, zu der euch keine Barmherzigkeit mehr gewährt wird. Ich gebe allen auf barmherzige Weise genügend Licht, damit sie die überwältigende Ewigkeit kennen, aber sie weichen vor der Buße zurück. Wehe, wehe denen, … die nicht Buße tun!“

„Jesus sagte zu mir: ‚Die Lauheit im Ordensleben und die Sittenverderbnis werden die Vorzeichen des Kriegs sein, das Laster wird für Tugend gehalten, und die Tugend für Laster, die Gläubigen werden für verrückt gehalten und die Ungläubigen für erleuchtet. Die Unruhen in der Kirche haben kein Ende genommen; es wird eine sehr große Unruhe kommen, wenn sie auch nicht sehr lange andauern wird, und danach wird sich die Lage bessern. Es wird eine Zeit kommen, in der der Glaube an Mich in solchem Maße abnehmen wird, dass er nur wenigen erhalten bleibt. Die Bösen werden die Gerechten derartig verfolgen, dass diese ein wahres Martyrium erleiden werden. Die Lage wird sich zuspitzen, aber wenn die Hand des Menschen nichts mehr vermag und alles verloren scheint, werde Ich Hand anlegen und alles in Ordnung bringen.‘“

„Ihr sollt wissen, dass ein König (der Große Monarch) gerecht herrschen wird, und seine Gesandten rechtschaffen herrschen werden. Und dieser Mann wird wie ein Zufluchtsort sein, um sich vor dem Wind zu schützen und sich vor dem Gewitter in Sicherheit zu bringen. Er wird wie ein Bach mit kühlem Wasser in der Trockenzeit sein, und wie der Schatten eines hohen Felsens inmitten des Ödlands.“

„Die Menschen haben sich geweigert einen guten und barmherzigen Gott zu empfangen, und sie werden sehen, wie sich über sie der Zorn eines Gottes, der zu Recht erzürnt ist, entladen wird; sie werden sehen, dass man Gott nicht ungestraft beleidigt, und sie werden erkennen, wenn auch zu spät, dass Ich allmächtig bin. Bevor in Spanien Frieden herrschen wird, wird das Streben nach Reichtum die Menschen dazu führen, den Glauben abzuleugnen, und viele Priester der Kirche werden wegen der Wollust und der Schönheit und Lüsternheit der Frauen den Zölibat aufgeben, und überall wird sich der Teufel frei unter ihnen bewegen.“

„Da die überaus treuen Kreuzträger, die vom Allerhöchsten auserwählt wurden, die Ketzer nicht mit den Schriften bezwingen können, werden sie mit den Waffen stürmisch gegen sie vorgehen. Es nähert sich bereits die Stunde, zu der Ich die Welt aufsuchen werde, und zwar mit dem neuen Orden der Kreuzträger, mit dem Kruzifix auf der hoch erhobenen Kirchenfahne am heiligsten Ort. In den Augen der Gerechten wird es eine bewundernswerte Kirchenfahne sein, über die am Anfang die Ungläubigen, die schlechten Christen und die Heiden spotten werden; doch wenn sie dann die wunderbaren Siege gegen die Tyrannen, Ketzer und Ungläubigen sehen, wird sich ihr Spott in Tränen verwandeln. Oh, vom Allerhöchsten auserwählte Kreuzträger, wie wohlgefällig seid ihr doch Gott! Der Gründer wird die Kirche Gottes reformieren, und zwar mit seinen Anhängern, die hinsichtlich der Heiligkeit, der Kriegskunst, der Geisteswissenschaften und aller Tugenden die besten Männer der Welt sein werden, denn so ist es der Wille des Allerhöchsten.“

„Die Heiligste Jungfrau sagte zu mir: ‚Der Arm Meines Sohnes ist so schwer, dass Ich ihn nicht mehr allein stützen kann. Ich möchte, dass ihr alle eure guten Werke dafür aufopfert, dass Ich den Arm Meines beleidigten Sohnes stützen kann.‘ Dann redete Jesus weiter: ‚Ach Spanien, Spanien, verblendete Nation, höre auf die Stimme des Herrn, der dich dafür bestimmt hat, in dir Seine große Gerechtigkeit walten zu lassen. Siehst du nicht, wie im Hintergrund ein Regenbogen des Friedens, eine Morgenröte der Freude diese düstere Atmosphäre umgibt? Befreie dich von deiner freiwilligen Verblendung; schau, es wird an einem nicht fernen Tag jener kommen, der dich richten wird. Wehe dir, ungerechter Statthalter … Bereitet euch vor, bereitet euch vor, es kommen schreckliche Zeiten. Oh, wie undankbar sind doch die Menschen! Wie wenig entsprechen sie Mir doch! … Bald werden dich die rötlichen Wellen mit erschreckendem Tosen zur gottlosen Welle, die in Spanien ruht, mitreißen, und Meine so undankbaren Apostel sitzen darauf …‘“

„Jesus sagte: ‚Die Welt ist mit Verbrechen bedeckt, und wegen der Übertretung der ersten drei Gebote Meines Gesetzes ist Mein Vater erzürnt, und weil Mein Heiligster Name gelästert und der Sonntag nicht geheiligt wird, hat sich das Maß der Gottlosigkeit gefüllt. Diese Sünden sind bis zum Thron Meines Vaters aufgestiegen, indem sie Seinen Zorn reizen, der sich entladen wird, wenn Seine Gerechtigkeit nicht besänftigt wird. Zu keiner Zeit ist die Anzahl der Verbrechen so hoch angestiegen …‘“

„Die ersten, die dem Orden der Kreuzträger angehören, werden aus der Stadt Sevilla stammen, in der die Gottlosigkeit, die Laster und die Sünden reichlich vorhanden sind. Die Bewohner dieser Stadt werden sich vom Bösen zum Guten wenden, die Gott gegenüber Ungehorsamen werden Seine treuesten und eifrigsten Diener werden. Diese Stadt wird von Meinem Heiligen Herzen und dem Großen Monarchen geliebt werden. Hört zu, o Bewohner, die ihr in Spanien lebt … es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch an der wahren und ehemaligen Freiheit erfreuen werdet, denn die falsche Freiheit, derer sich diese Gottlosen bedienen, wird vernichtet werden! Die tyrannische Regierung wird trotz ihrer schrecklichen Bemühungen zunichte gemacht werden und die wahre Religion wird in ganz Spanien erblühen.“

„Ich bin nach Ezquioga herabgekommen, weil es wenig Gute gibt. Ich komme, um die Bösen zu bekehren und die Guten zu bewahren und sie darauf aufmerksam zu machen, dass viele Strafen kommen werden, damit sich alle vorbereiten und auf der Hut sind, doch Ich erreiche nur wenig.“

„Unsere Liebe Frau begann mir anzuordnen, dass wir für die Sünder beten sollen, dass wir viel für die Seelen im Fegfeuer tun und viele Gebete an Jesus im Altarsakrament richten sollen.“

„Während der Strafe wird fünf Tage lang der Kommunismus herrschen und drei Tage lang wird Feuer vom Himmel fallen und morgens wird es nicht hell werden. Während dieser drei Tage soll niemand aus dem Haus gehen, denn die verwirrten Menschen werden sich gegenseitig töten.“

„Es wird Erdbeben geben, die im Ausland ihren Anfang nehmen und dann auch in Spanien … Das Feuer wird die Ernten vernichten … Im ersten Jahr wird es eine Hungersnot geben und viele werden der Verdammnis anheimfallen. Im vierten Jahr wird man allmählich ernten können und dann wird sich die Lage bessern. Die Kleinkinder werden in den Armen ihrer Mütter sterben. Wenn die Bösen beim Sterben Reue erwecken, wird es ihnen zu nichts dienen, denn es wird nicht geschehen, weil es ihnen leidtun würde, sondern aus Furcht vor der Strafe. Es wird ein Tag kommen, an dem wir bei jedem Schritt auf einen Toten stoßen werden, sodass wir uns zwischen den Leichen einen Weg bahnen müssen, so wie man sich im Schnee einen Weg bahnt. Paris wird völlig niederbrennen, Marseille wir vom Meer verschlungen werden, Katalonien hat sich eine große Last aufgeladen; Madrid, Barcelona, San Sebastian und Malaga sind die Städte, die sich eine noch größere Last aufgeladen haben … es wird eine ansteckende Krankheit geben, durch die viele Leute sterben werden … während der Strafe werden die Menschen sehr böse sein und sie werden auf Gott vergessen. Danach wird Christus herrschen. Es wird drei große Strafen und außerdem drei große Wunder geben. Glücklich kann derjenige sein, der bei der ersten Strafe stirbt.“

„Unsere Liebe Frau hat mir gesagt, dass die Strafe nahe bevorsteht, weil Jesus nicht mehr länger warten kann; dass wir viel für die Sünder beten sollen, deren Augen geschlossen sind; dass San Sebastian vom Meer verschlungen werden wird; dass wir viel beten, Buße tun und tapfer sein sollen, weil diejenigen, die Ihr gehören, schwer verfolgt werden.“

„Bald wird die Erde unbarmherzig gegeißelt werden. Diese Geißel wird man auf der ganzen Welt zu spüren bekommen, und sie wird so schrecklich sein, dass jeder von den Überlebenden vermuten wird, er sei der Einzige, der vor der Strafe bewahrt wurde. Diese Strafe wird von sehr kurzer Dauer, aber schrecklich sein.

Diese gottlose Republik, die ihren Sitz in Spanien hat und deren Auftreten das Zeichen für die kommenden Strafen gewesen ist, wird bald ganz zugrunde gerichtet werden; doch es werden noch schlimmere Zeiten kommen. Die Kommunisten werden von Spanien Besitz ergreifen und alle Guten hinauswerfen, und während die Guten auswärts sind, werde Ich ganz Spanien furchtlos bestrafen. Die Guten werden in der Wüste Zuflucht suchen müssen, doch Ich versichere euch, dass ihr nicht Hunger leiden werdet, denn Ich werde euch ernähren. In der Wüste, in der ihr euch befindet, wird man dann Häuser erbauen und sie bewohnen. Dort in der Wüste werdet ihr den kennenlernen, der dann herrschen soll (nämlich der Große Monarch). Wenn ihr dreieinhalb Jahre in der Wüste verbracht habt, werdet ihr wieder nach Spanien zurückkehren können, denn dann werden die Strafen vorüber sein. Und zu dieser Zeit wird die Herrschaft des Heiligsten Herzens Jesu kommen, aber diese Herrschaft wird innerlich sein.

Nachdem Ich innerlich geherrscht habe, wird der Antichrist kommen. Zu dieser Zeit wird es auch sehr schreckliche Strafen geben und die Guten werden schwer verfolgt werden, und von diesen werden die meisten zu Tode gemartert. Es wird viel mehr Märtyrer geben, als es bis jetzt gegeben hat, und der Himmel wird sich mit Palmen füllen.

Dann wird der Tag des Gerichts kommen und die Gerechten werden weitere tausend Jahre leben … In dieser Zeit wird man nicht sündigen können, sodass es wie eine Art Paradies auf Erden sein wird.“

„Meine liebe Tochter, Ich möchte, dass du den Leuten die Augen öffnest und ihnen sagst: Ich bin nicht auf Ezquioga herabgekommen, um Wunder zu wirken, sondern um sie darauf aufmerksam zu machen, dass Strafen eintreffen werden, damit sie sich vorbereiten, denn der gerechterweise erzürnte Himmlische Vater wird bald Seinen göttlichen Zorn über die Menschen entladen. Oh, welch schrecklicher Tag wird der Tag der Strafen sein! Meine Tochter, Ich bin herabgekommen, weil ich sie gern habe, und niemand schenkt Mir Beachtung, aber die Meinen sollen sich nicht fürchten, denn Ich werde euch helfen, wenn ihr auch viel leiden werdet! Meine kostbaren Perlen, die Kreuzträger, tragen das Kreuz auf ihrer Brust. An diesem Kreuz bin Ich. Diese Ordensgemeinschaft wird die einzige sein, die es dann auf der Welt geben wird! Wie schön, dass du dich unter ihnen befindest! Aber die geschlossenen Augen werden es niemals sehen. Sie haben nichts gesehen. Was soll Ich noch für Meine Kinder tun? Man kann nicht mehr tun!

Damit sie die Augen öffnen, ist es notwendig sie zu verwunden. Mein Sohn wartet noch, aber der Kelch des Vaters ist bis zum Überlaufen voll. Bald wird Er bereit sein zu verwunden. Blitze werden über die Erde niedergehen und ganze Städte werden verschwinden. Und glaubt ihr, dass die Leute glauben werden, wenn dies geschehen ist? Dann werden sie denken, es sei der Natur der Erde eigen. O Spanien, du warst immer der Ruheplatz des Herzens, das dich liebt! Warum lässt du dich bezwingen? …

Viel Krieg, viel Krieg. Die Pyrenäen haben keinen anderen ähnlichen Krieg gekannt. Die Katastrophe wird vom Ausland her angekündigt, um die Spanier zu warnen. In diesem Zeitabschnitt werden die Pfarrer die schlechtesten sein. Die Regierung hat ihnen gesagt, sie würde ihnen die Kirchen wegnehmen, und sie werden empört sein, denn es ist eine Strafe, weil sie ihr Priesteramt nicht gebührend erfüllen. Viele wollen sich in Zivil kleiden, denn anstatt ihre Pflichten zu erfüllen, beschäftigen sie sich mit der Politik, den Vereinen und Zusammenkünften.“

In Ezquioga geschah, was in La Salette geschah. Die Erscheinung erfolgte am 19. September 1846. Dem, der die geheimnisvollen Ereignisse verkündete oder bekannt machte, auferlegte der Bischof von Grenoble kanonische Strafen, die er dann fünf Jahre später aufheben musste. Nachdem der heilige Papst Pius IX. das Geheimnis von Maximin und Melanie geprüft hatte, schickte er ihnen seinen Segen und erklärte, dass das Buch, das von der Erscheinung in La Salette handelt, der Wahrheit entsprach. In Ezquioga geschah, was in Lourdes geschah; der grausame und dauerhafte Widerstand gegen diese Erscheinungen war so groß wie der Glaube und Religionseifer, der dank der Erscheinung in Frankreich ausgelöst wurde. Die kirchliche Behörde verhielt sich hinsichtlich der Ereignisse sechs Monate gleichgültig, also bis sie glaubte, in dieser Angelegenheit etwas unternehmen zu müssen. Zu Beginn wurde Bernadette für verrückt gehalten und später wurde sie schließlich seliggesprochen; und es vergingen viele Jahre, bis die Erscheinungen anerkannt wurden.

Manche sagten: „Die Zeit ist noch nicht gekommen“, um der Wahrheit Geltung zu verschaffen, die Tugend aufleben zu lassen, Gerechtigkeit walten zu lassen, die Herrlichkeit Gottes und Seiner Mutter zu offenbaren und über die Menschen die Barmherzigkeit des Himmels herabzuziehen. Wenn für all dies noch nicht die Zeit gekommen ist, wird es vielleicht die Zeit sein, sich der Untätigkeit zu überlassen; das Heilige dem Gelächter, der Geringschätzung, der Schmähung, der Verleumdung und dem Verderben preiszugeben; die Stunde der göttlichen Barmherzigkeit über die Nation und die Welt zu verzögern; und die Gelegenheit zu verpassen, die der Himmel bietet, um das Verkommene, was fast alles ist, wiederherzustellen. Die Zeit ist noch nicht gekommen? Doch wann soll sie kommen? Wenn der Teufel und die Ruchlosen mit ihm reichlich abgeerntet haben? Wenn die Guten erschöpft sind oder nach der Pfeife der Ruchlosen getanzt haben? Wenn alles verschwunden ist …? Es könnte sein, dass für viele ihre Stunde jetzt gekommen ist. Aber welch schreckliche Verantwortung!

Die Heiligste Jungfrau Maria erschien in Ezquioga bei verschiedenen Anlässen mit Schwertern in der Hand. Manchen schien es, es stünde im Widerspruch zur Güte, zur Barmherzigkeit, zur Sanftmut und anderen friedlichen Eigenschaften Unser Lieben Frau: ‚Mutter der Barmherzigkeit; unser Leben unsere Süße und unsere Hoffnung.‘ Aber in der Geschichte hat es auch keine Zeitspanne gegeben – mit Ausnahme der Zeit vor der Sintflut –, in der es mehr Ungläubigkeit, widersinnige Ausschweifungen und sinnliche Laster gegeben hat als in der gegenwärtigen: Laster, Ausschweifung und Ungläubigkeit, die ohne Einschränkung, mit nur sehr wenigen Ausnahmen, alle sozialen Klassen und Rangstufen erreichen. Die Heiligste Jungfrau gibt bei Ihren Erscheinungen und Offenbarungen nichts anderes zu erkennen. Sie ist gekommen, um für das Böse Abhilfe zu schaffen, aber man will nicht auf Sie hören. Ist es also nicht logisch, dass über die Menschheit, die sich im Schmutz wälzt und sich auf das Böse versteift, abschreckende und noch nie dagewesene Strafen kommen werden, die teilweise der Sintflut ähneln und sich in vielem von ihr unterscheiden, weil sie schlimmer sein werden? Ist es nicht selbstverständlich, dass die Menschheit bestraft werden soll, damit sie sich bessert, und diejenigen, die überleben, gerechter sind und sich in dem Rahmen, den Gott festgelegt hat, bewegen? Und welche genauere symbolische Bedeutung könnte es wohl für so außergewöhnliche Strafen geben als das Schwert oder die Schwerter, mit denen die Jungfrau und Mutter Maria am Anfang erschien?

Worte Unserer Lieben Frau, mit denen Sie Ihre Erscheinungen begründet: „Wenn Ich auf die Erde gekommen bin, ist der Grund, dass sich Satan der Welt bemächtigt hat und die Katholiken erledigen möchte.“ „Ich erscheine in Ezquioga, weil die Priester Meines Sohnes abtrünnig werden und ihre Kirchen nicht betreuen, wie es sich gehört; und deshalb suche Ich Mir andere geliebte Seelen, damit sie die Arbeit, die die Priester vernachlässigen, verrichten.“  „Jesus Christus, Mein Sohn, ist aufgrund der Beleidigungen, die Ihm von der Welt zugefügt werden, tief beleidigt und Er möchte eine Strafe schicken. Aber da Ich die Mutter von allen bin, bin Ich gekommen, um Meinen Kindern zu sagen, dass sie sich bessern sollen, und wenn nicht, werden sie vom Vater bestraft werden.“ Kurz und gut: der dreifache Grund für die Erscheinungen der Heiligsten Jungfrau in Ezquioga ist, dass wir auf die pünktliche Erfüllung unserer Pflichten vergessen, dass wir sie umgehen, und dass Gott die vom Weg abgekommene Menschheit retten möchte; und so wie in La Salette, so wie in Fatima beklagt Sie sich bitter über alle Ihre Kinder, ganz besonders über viele Ihrer Priester, die nicht nur vom Weg der eigenen Heiligung und der Heiligung der anderen abgekommen sind, sondern weil sie ein Hindernis für die Rettung vieler sind.

Die Antwort der Welt auf so viele Erscheinungen und Wunder der Heiligsten Jungfrau Maria war oft die unfruchtbare Untätigkeit, die schmerzliche Ablehnung und die beschämende Ungläubigkeit. Aber warum interessiert man sich nicht für die Angelegenheit und forscht nicht gründlich nach? Warum kümmert man sich nicht darum und sagt „es ist nicht verpflichtend daran zu glauben, weil es kein Glaubensdogma ist“, damit die Zuhörer, denen diese Themen unbekannt sind, schließlich sagen “hier gibt es nichts“? Es ist eine schwere Sünde, eine sehr schwere Sünde, wenn man einerseits eine so wichtige Angelegenheit den weltlichen Wogen preisgibt, sodass sie schließlich gegen die Felsen der Vergessenheit prallen könnte, während man anderseits verhindert, dass die Ehre Gottes und Seiner Heiligsten Mutter sowie die Heiligung und Rettung der Seelen – ein zweifach erhabenes Ziel der Menschheit – das Ergebnis bringt, das es gemäß dem göttlichen Plan bringen soll.

Man soll Ereignisse, die sogar durch Wunder bewiesen wurden und daher Gott sowie der Jungfrau Maria so viel Ehre und Herrlichkeit einbringen und zum Nutzen des katholischen Volkes gereichen sollen, untersuchen und prüfen; doch die Welt lässt sie in trauriger Verlassenheit und entfesselt eine unverschämte Verfolgung voller falscher Anklagen, Schmähungen und Beleidigungen gegen diejenigen, die die Erscheinungen befürworten.

Wir fragen: Gibt es ernsthafte soziale und andere Gründe, durch die man sieht, dass die Erscheinungen angebracht und logisch sind? Ja, erstens, der Ernst der jetzigen weltweiten Situation. Die jetzige weltweite Lage, die ebenso totgeschwiegen wie erkannt und wahrgenommen wird, löst die allgemeine bittere Klage aus: „Das geht nicht gut. Wir befinden uns im Schlund eines Vulkans. An dem Tag, an dem man es am wenigsten erwartet, wird eine Katastrophe hereinbrechen. Sie kommt, sie kommt bereits.“ Die ganze Welt lebt in ständiger Unruhe und immerwährender Angst, indem sie die tragische Stunde erwartet, in der die sittenlose Menschheit bestraft wird. Aber das Verwunderlichste ist, dass die Menschen angesichts so ungeheuer großer Übel mit dem Rücken Ihrem Schöpfer zugekehrt leben, Ihm ihre Türen verschließen und Ihn sogar lästern und verfolgen. So kam es zur Abtrünnigkeit Roms, als die damaligen Katholiken und sogar die Besten von ihnen sich nicht darum kümmerten, weil sie vom Weg Gottes abgekommen waren, indem sie dem Anschein nach wie Christen redeten, handelten und lebten, aber nicht wirklich Christen waren. In den meisten verschwand der Geist des Evangeliums und es blieb nur sein heiliger Buchstabe, aber wohin entschwand der Geist?

Unser Zeitalter ist dem Zeitalter, in dem Christus auf der Erde lebte, sehr ähnlich. Er beschreibt es großartig im Evangelium. Ganz besonders, als Er den Schriftgelehrten und Pharisäern ihre merkwürdige Handlungsweise vorwarf: dass sie die Gebote Gottes übertraten, und ebenso das Gebot der Liebe, um den Brauch zu erhalten; dass sie Gott mit ihren Lippen ehrten, aber ihr Herz sehr weit von Ihm entfernt war; dass sie von Menschen kommende Lehren und Gebote erklärten; dass sie redeten und nicht befolgten, was sie sagten; dass sie den anderen schwere und unerträgliche Verpflichtungen auferlegten, aber selbst nicht einmal einen Finger rühren wollten, um sie zu erfüllen; dass sie ihre Werke verrichteten, um von den Menschen gesehen zu werden; dass sie die ersten Sitzplätze begehrten und auf den Marktplätzen wie Meister und Lehrmeister gegrüßt werden wollten; dass die einen von den anderen gelobt werden wollten und nicht nach der Ehre trachteten, die nur aus Gott hervorgeht, und so weiter.

Gerade aus diesem letzten Grund empfingen die Schriftgelehrten und Pharisäer Jesus Christus nicht und glaubten auch nicht an Ihn; und in der Tat ist es die Eitelkeit, die Schmeichelworte hervorruft, und der Stolz, der die Anmaßung hervorbringt, wodurch man sich von Jesus Christus und Seiner Heiligsten Mutter abwendet. Ah! Und auf all dies deuten unsere Göttlichen Meister in den verschiedenen Botschaften hin, die sie durch die Seher auf die Erde schicken.

Doch es gibt mehr. Der heilige Papst Pius XI. machte in einer seiner lehrreichen Enzykliken im Jahre 1932 darauf aufmerksam, dass die schwierigen Augenblicke, welche die Menschheit bereits damals durchmachte, nur mit der Zeit vergleichbar ist, zu der Noah auf göttliche Anordnung einer zerrütteten Welt Buße predigte und eine Arche baute, um einige Gerechte zu retten. Und noch mehr, Jesus und die Heiligste Jungfrau kündigen an, dass die gegenwärtige Zeit die schlechteste seit Anbeginn der Welt ist. Wir befinden uns also vor einer unvermeidlichen Katastrophe, die man nur durch eine allgemeine Buße vermindern könnte.

In den Letzten Zeiten soll unsere Heiligste Mutter besser bekannt sein, Sie soll mehr geliebt und verherrlicht werden als bisher. Die Heiligste Jungfrau war demütig und verbarg sich während Ihres ganzen Lebens, in dem Sie auf Erden pilgerte, und gerade aufgrund jener Demut und Verborgenheit wurde die Göttliche Herrin nicht geliebt und verherrlicht, wie es Ihr gebührt; im Laufe der Kirchengeschichte hat Sie nicht all den Ruhm und die Ehre, die Ihr gebühren, empfangen, weil Sie nicht gut genug bekannt war, bis Ihre Herrlichkeiten bei den Heiligen Palmarianischen Konzilen bekannt gemacht wurden. Deshalb prophezeiten einige Heilige, dass die Heiligste Jungfrau, wenn die Zeit des allgemeinen Abfalls beginnt, mehr bekannt und geliebt würde, denn es ist der Wille des Allmächtigen Gottes, der möchte, dass Seine Mutter verherrlicht und geehrt werde, wie es sein soll, und dass Sie mehr bekannt gemacht und geehrt werde als je zuvor. Die Heiligste Jungfrau hat Ihre erhabene Gegenwart unter uns hauptsächlich wahrnehmen lassen, um Buße zu predigen und uns den Weg des Heils zu bahnen. Und deshalb zeigt sich unsere gebenedeite Mutter außerordentlich in La Salette, Lourdes, Knock, Fatima, Ezquioga und El Palmar de Troya.

Spanien war immer die von Maria bevorzugte Nation und schlechthin die katholische Nation; aber es ist auch augenscheinlich, dass Spanien jetzt das Erbe der Gegner des Katholizismus ist, die eben wegen der Abtrünnigkeit und der schwankenden Haltung von vielen, die gut waren, an die Macht gelangen konnten. Und Maria, die uns einst besuchte, indem Sie in Zaragoza einen Thron errichtete, hat mit Ihrem Volk großes Mitleid und beklagte sich schmerzhaft in Ezquioga, in Grabandal und schließlich in El Palmar, um Ihre tief schlafenden Kinder zu wecken oder sie aus dem schmutzigen Morast zu ziehen, in dem sie tief versunken sind. Sie flehte durch die Seher, dass wir beharrlich beten, harte Buße tun, annehmbare Opfer bringen und uns Gott ganz hingeben sollen: darum bat Sie in La Salette, in Lourdes, in Fatima und auf der ganzen Welt, denn es nähert sich die Zeit, in der die Welt, und ganz besonders in Spanien, durch die harte Geißel Gottes geläutert werden wird.

Man muss die Aufmerksamkeit nur auf die harte Wirklichkeit richten. Und wenn das Laster und die Ketzerei, die Abtrünnigkeit und der Atheismus in den Vordergrund rücken, ist es ganz gewiss, dass sie alle sozialen Gesellschaftsklassen ohne Ausnahme erreichen. Obwohl es so viele Erscheinungen und Wunder gab, erwachte die breite Masse der Katholiken nicht, sondern sie schenkten dem ständigen Flehen des Himmels kein Gehör; diejenigen, die zur Reue bewegt wurden, erkalteten, und die einen und die anderen veranlassten, dass sich fast alle gegen die bedeutendsten Erscheinungen stellten, nämlich gegen die Erscheinungen in El Palmar; sie leugneten sie, spotteten darüber bekämpften sie mit allen Mitteln, ja sogar mit niederträchtigen Mitteln. Wo ist der Glaube? Es ist zum allgemeinen Abfall gekommen, weil sie den Weg der Ungläubigkeit eingeschlagen haben. Aber warum glaubt man nicht? Man muss klar und lauthals sagen, damit alle es hören: Man glaubt nicht, weil man ein Leben führt, das auf das Materielle ausgerichtet ist, und auf das, was noch verächtlicher ist als das Materielle, auf das Hartgeld. Man glaubt nicht, um denen, die an der Macht sind und ein Leben führen, das auf das Materielle und auf das Hartgeld ausgerichtet ist, gefällig zu sein oder ihnen nicht zu missfallen. Das Materielle und das Hartgeld drücken durch ihr Gewicht nach unten.

Wenn man glauben will, muss man sich von jenem Leben loslösen und es verabscheuen und sich um das übernatürliche Leben bemühen, aber nicht nur, um es zu bewundern und zu rühmen, sondern um ein aufrichtiges Leben zu führen: Wir sollen Christus und Maria nicht rühmen und besingen, als ob Sie der Vergangenheit angehören würden, sondern als in uns Gegenwärtige, und nicht wie Tote, sondern wie unter uns und in uns Lebende. Deshalb sollen wir Ihr Leben nachahmen. Das Übernatürliche ist Geist, der zum Himmel aufsteigt, weil er kein Gewicht hat.

Die Marienerscheinungen in den Letzten Zeiten stellen ein außergewöhnliches übernatürliches Blühen dar, das so umfassend und außergewöhnlich ist wie die Ablehnung, die schwankende Haltung und die Abtrünnigkeit in der gegenwärtigen Zeit. Die Früchte werden überaus groß sein, da die Pflichtvergessenheit der Menschen ungeheuer groß ist.

Die Erscheinungen in Ezquioga sind überaus bedeutend; es wird der geistliche Orden der Kreuzträger von Sevilla prophezeit und sie sind auch ein Vorspiel der Erscheinungen in El Palmar, denn sie haben etwas gemeinsam: außerordentliche Wunder, zahlreiche Seher, die Heilung von Krankheiten, die Bekehrung von Sündern, die Enthüllung persönlicher Geheimnisse, Prophezeiungen, die in Erfüllung gegangen sind, verdiente Strafen, besondere empfangene Gnaden und Heiligungen christlicher Personen – all dies vollzog sich in den vielen Jahren, in denen es himmlische Erscheinungen und Offenbarungen gab.

Durch die unermessliche Erhabenheit des wunderbaren Themas werden die Feinde der Erscheinungen geblendet, sie erschrecken, fühlen sich herabgesetzt, werden entmutigt und verwirrt. Sie gehen überall und mit allen Mitteln vor, um zu leugnen, in Verruf zu bringen und zu verhindern, dass dieses übernatürliche Werk wirksam hervortritt.

Man muss jedoch in Betracht ziehen, was die Heiligste Jungfrau im Ezquioga sagte: „An der Herrlichkeit Christi werden sich diejenigen, die Ihn nicht verteidigt haben, nicht erfreuen“, und die Herrlichkeit Christi ist die Herrlichkeit Seiner Mutter, die sie gewiss ihren Interessen hintanstellen, die ihnen für den Tag der großen Prüfung vollkommen nutzlos sein werden.

Warum bestehen sie hartnäckig darauf so sehr dagegen vorzugehen? Hier wird also die Gerechtigkeit Gottes die Seiner Mutter zugefügten Beleidigungen zu rächen wissen, umso mehr, weil durch diese Verstocktheit viele Seelen verloren gegangen sind und verloren gehen.

Das Mittel dessen sich der Himmel bedient, um die jetzige Menschheit, die abgelenkt, verblendet und in der Sünde verstockt ist, zu retten, ist genau das Mittel, das ihre Feinde leugnen, geringschätzen und schmähen. Es gibt keine menschliche Abhilfe. Dieses außergewöhnliche Mittel sind die wiederholten, die vielfältigen Erscheinungen der Heiligsten Jungfrau, die aufgrund des fehlenden Glaubens und der fehlenden Einsicht der Christen so furchtbar bekämpft wie nicht verstanden werden. Diese Erscheinungen sind in der Kirche Gottes keineswegs etwas Neues, sondern sie wiederholen sich in der Kirchengeschichte im Laufe aller Jahrhunderte. Sogar der heilige Origenes erzählt uns von vielen Knaben und Mädchen, die mehrmals Erscheinungen hatten, die denen ähnelten, von denen wir sprechen. Wie er sagte, war es „eine übernatürliche Blütezeit, die auf die Bedürfnisse jener Zeit der Verfolgung zurückzuführen war.“ Aber diese Zeiten sind wegen des fehlenden Glaubens gewiss noch unheilvoller als jene Zeiten. Was ist daran sonderbar, wenn jetzt angesichts der größeren Bedürfnisse noch bedeutungsvollere und häufigere Erscheinungen erfolgen?